Emotionale Stabilität
Eine tragfähige Beziehung und ein stabiles Umfeld sind die Basis, die einem Pflegekind dabei helfen, anzukommen.
LEBENSRÄUME | Flexible Hilfen
für Kinder und Jugendliche GmbH
Essener Str. 4A
57234 Wilnsdorf
Ein Pflegekind auf Dauer aufzunehmen ist eine große Entscheidung und Sie müssen sie nicht alleine treffen. Lassen Sie uns unverbindlich miteinander sprechen. Sie entscheiden dann ganz in Ruhe, ob diese Aufgabe für Sie in frage kommt. Wir begleiten Sie fachlich, ehrlich und langfristig.

Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Sie brauchen Erwachsene, die verlässlich bleiben, sich selbst gut kennen und auch in herausfordernden Momenten einen klaren Kopf und ein offenes Herz bewahren können.
Die Kinder, die wir vermitteln, sind in der Regel zwischen 1 und 6 Jahre alt und haben bereits sehr belastende Erfahrungen gemacht. Deshalb suchen wir Familien, Paare oder Einzelpersonen, die folgendes mitbringen:
Menschen mit Erfahrung in pädagogischen, pflegerischen oder psychosozialen Arbeitsfeldern bringen häufig wertvolle Voraussetzungen für diese Aufgabe mit.
Dazu gehören beispielsweise Fachkräfte aus der Pädagogik und Jugendhilfe, Erzieher, Sozialpädagogen, Heilpädagogen, Pflegefachkräfte, Therapeuten oder Menschen aus angrenzenden Bereichen der Familien- und Gesundheitsarbeit.
Wichtiger als eine bestimmte Ausbildung ist jedoch die persönliche Haltung.
Viele der Kinder, die wir begleiten, reagieren aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen nicht immer so, wie Erwachsene es erwarten würden. Sie testen Grenzen, lehnen Nähe ab, wirken kontrollierend oder reagieren in belastenden Situationen mit Rückzug, Wut oder großem Misstrauen. Wer ein solches Verhalten persönlich nimmt, gerät schnell an die eigenen Grenzen.
Deshalb suchen wir Menschen, die bereit sind, Verhalten einzuordnen, statt vorschnell zu bewerten. Menschen, die auch in schwierigen Situationen neugierig bleiben, ihr eigenes Handeln reflektieren können und bereit sind, sich fachlich begleiten zu lassen.
Kinder mit belastenden Erfahrungen können Familien vor besondere Herausforderungen stellen. Deshalb erwarten wir nicht, dass Pflegefamilien schwierige Situationen allein bewältigen. Wenn Belastungen entstehen oder Krisen auftreten, stehen wir Ihnen mit fachlicher Beratung, persönlicher Begleitung und konkreter Unterstützung zur Seite. Unser Ziel ist es, Herausforderungen frühzeitig gemeinsam zu erkennen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.


Wir suchen nicht das nächste freie Kind. Wir suchen ein Pflegekind, das in Ihren Alltag, Ihre Familie und Ihre Ressourcen passt.
Wenn es nachts um drei eskaliert, sind wir da:
ein direkter Anruf, eine vertraute Stimme und eine sofortige Einschätzung von jemandem, der Sie kennt.
Modulare Vorbereitung, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Sie auf das vorbereitet, was Kinder mit schwierigen Vorgeschichten brauchen. Wir unterstützen unsere Pflegefamilien bei Weiterbildungen.
Eine haben feste Bezugspersonen, die Sie und Ihr Pflegekind kennen und zuverlässig über Jahre begleiten.
Wer einem Kind langfristig Stabilität gibt, braucht selbst verlässliche Rahmenbedingungen. Deshalb erhalten unsere Pflegefamilien eine feste finanzielle Absicherung. Wie diese im Einzelnen aussieht, erklären wir Ihnen transparent und verständlich im persönlichen Gespräch.
Wir begleiten junge Kinder von 1 bis 6 Jahren mit erhöhtem Förderbedarf. Viele haben bereits belastende Erfahrungen wie Vernachlässigung, Gewalt, Bindungsabbrüche oder instabile Lebensverhältnisse erlebt. Häufig handelt es sich um Kinder mit Traumafolgen, Bindungsstörungen oder einem besonders hohen emotionalen Unterstützungsbedarf.
Frühe belastende Erfahrungen können sich sehr unterschiedlich äußern. Manche Kinder wirken ungewöhnlich unruhig, kontrollierend oder schnell überfordert. Andere ziehen sich stark zurück, lehnen Nähe ab oder reagieren sehr sensibel auf Veränderungen. Viele dieser Verhaltensweisen sind Ausdruck von Unsicherheit und fehlender innerer Stabilität.
Kinder mit erhöhtem Förderbedarf brauchen vor allem einen stabilen und verlässlichen Alltag. Entscheidend sind sichere Beziehungen, klare Strukturen, emotionale Stabilisierung und langfristige Bindungserfahrungen. Eine positive Entwicklung entsteht dort, wo Kinder dauerhaft Sicherheit, Orientierung und Verlässlichkeit erleben.
Die Betreuung von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf ist meist stärker strukturiert und wird enger fachlich begleitet. Fachfamilien arbeiten eng mit dem Jugendamt, Träger, Therapeuten, Schulen und weiteren Fachstellen zusammen. Hinzu kommen eine intensivere Hilfeplanung, regelmäßige Reflexion und teilweise höhere Anforderungen an Dokumentation und Zusammenarbeit.
Nein. Erfahrungen aus Pädagogik, Jugendhilfe, Pflege, Therapie oder psychosozialen Arbeitsfeldern sind oft hilfreich, aber keine Voraussetzung. Entscheidend sind Ihre persönliche Stabilität, Reflexionsfähigkeit, Belastbarkeit und die Bereitschaft, sich fachlich begleiten und qualifizieren zu lassen. Pflegekinder brauchen Erwachsene, die ihr Verhalten einordnen können, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben und sich auf langfristige Beziehungsarbeit einlassen.
Die Aufnahme eines Pflegekindes verändert den Alltag spürbar. Neben Schule oder Kita gehören häufig Arzt- und Therapietermine, Gespräche mit Fachstellen und eine intensive Beziehungsarbeit dazu. Gleichzeitig entstehen neue Routinen, gemeinsame Erlebnisse und langfristige Beziehungen. Wie stark sich der Alltag verändert, hängt immer von den individuellen Bedürfnissen des Kindes und Ihrer Familiensituation ab.
Im gemeinsamen Kennenlernprozess prüfen wir sorgfältig, ob die Voraussetzungen für eine langfristig tragfähige Unterbringung für Sie und ein Pflegekind gegeben sind.
Die Herkunftsfamilie bleibt ein wichtiger Teil der Lebensgeschichte eines Kindes. Je nach Hilfeplanung und individueller Situation finden Umgangskontakte mit Eltern oder anderen Angehörigen statt. Diese Kontakte werden fachlich begleitet und gemeinsam mit allen Beteiligten abgestimmt. Pflegefamilien werden dabei nicht allein gelassen, sondern durch uns und das Jugendamt unterstützt.
Das Pflegekind benötigt ein eigenes Zimmer als geschützten Rückzugsort. Dieses Zimmer darf kein Durchgangszimmer sein. Darüber hinaus sollte ausreichend Platz für die Bedürfnisse des Kindes vorhanden sein und die Wohn- und Familiensituation insgesamt stabil sein.
Damit wir unsere Pflegeeltern unterstützen können, wünschen wir uns die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Träger, Jugendamt, Schule, Therapeuten und auch den Herkunftseltern.
Dafür ist auch ein Lebensort innerhalb unseres Einzugsbereichs notwendig (Umkreis von ca. 70 km um unseren Standort in 57234 Wilnsdorf, sprich in Teilen von NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz).
Grundsätzlich ja. Bei Kindern mit erhöhtem Förderbedarf braucht es jedoch ausreichend zeitliche und emotionale Verfügbarkeit. Besonders in der Anfangszeit sind Eingewöhnung, Arzt- und Therapietermine sowie die Beziehungsgestaltung oft sehr zeitintensiv.
Viele Pflegefamilien reduzieren ihre Arbeitszeit zunächst oder ein Elternteil nutzt die Möglichkeit der Elternzeit, um dem Kind in der Anfangsphase ausreichend Stabilität und Nähe zu bieten. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Familiensituation und dem Bedarf des Kindes ab.
Pflegefamilie zu sein ist keine Solo-Aufgabe. Sie erhalten eine intensive fachliche Begleitung, feste Ansprechpartner, Unterstützung in Krisensituationen, Beratung bei Fragen des Alltags sowie Begleitung in der Zusammenarbeit mit Jugendamt, Schule, Kita, Therapeuten und Herkunftsfamilie. Sie bekommen eine Telefonnummer, wo Sie uns jederzeit – auch Nachts – persönlich erreichen.
Das ist uns sehr wichtig. Niemand startet unvorbereitet in diese Aufgabe. Vor der Aufnahme eines Kindes durchlaufen angehende Pflegefamilien eine verbindliche Vorbereitung mit Onlinekursen, Seminaren und persönlichen Gesprächen. Auch nach der Aufnahme bieten wir regelmäßige Fortbildungen und fachliche Begleitung für unsere Pflegeeltern an.
Zu den wichtigsten Themen unserer Weiterbildungen gehören: Trauma, Bindung, FASD (Fetale Alkoholspektrumstörungen), Entwicklungsverzögerungen, Herkunftsfamilien, Umgangskontakte, Deeskalation, Schule und Kita, Selbstfürsorge sowie die Reflexion der eigenen Rolle als Pflegefamilie.
Ja. Viele Pflegefamilien leben bereits mit eigenen Kindern zusammen. Wichtig ist, dass ausreichend Zeit, Raum und Stabilität für alle Familienmitglieder vorhanden sind. Im gemeinsamen Kennenlernprozess schauen wir sorgfältig darauf, ob die Aufnahme eines Pflegekindes für die gesamte Familie gut tragbar ist und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.

Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, ob diese verantwortungsvolle Aufgabe zu Ihnen, Ihrer Familie und Ihrer Lebenssituation passt. In einem unverbindlichen Erstgespräch beantworten wir Ihre Fragen und geben Ihnen einen ehrlichen Einblick in die Anforderungen und Möglichkeiten.
Wir suchen Familien, Paare oder auch Einzelpersonen.
Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Geschäftsführung | Pädagogische Leitung
Dipl.-Soz. Päd.